2009

Protokoll der Jahreshauptversammlung der AG Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern am 9. März 2009 in Schlagsdorf

Anwesende:
Corinna Laub, Museum Hagenow
Heike Müller, Dokzentrum Schwerin
Karin Haring, Dokzentrum Schwerin
Heike Tagsold, Dokzentrum Prora
Hannelore Rabe, DOK Barth
Susanna Misgajski, Prora Zentrum
Ute Augustat, HTI Peenemünde
Ramona Ramsenthaler, Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin
Rainer Stommer, EBB Alt Rehse
Volker Höffer, BStU Rostock/ Gedenk- und Dokumentationsstätte Rostock
Nils Köhler, JBS Golm
Andreas Wagner, Politische Memoriale

TOP Berichterstattung des alten Sprecherrates

Im Namen des Sprecherrates trug Andreas Wagner den Tätigkeitsbericht vor. Der Sprecherrat hat sich aktiv in die Diskussion um die Entwicklung der Richtlinie für die Förderung von Gedenkstättenfahrten eingebracht und dazu einen Brief an den Bildungsminister geschrieben, ein Gespräch mit dem Direktor der LpB geführt. In unserer Stellungnahme wurden vor allem die Auswahl der empfohlenen Orte und die geplante Begrenzung der Förderung auf Reisekosten kritisiert. Die AG Gedenkstätten beteiligte sich an Informationsveranstaltungen zum neuen Förderprogramm, das ab Frühjahr 2008 in Kraft trat, in den Schulamtsbezirken Rostock und Schwerin (Veranstaltungen in den Schulamtsbezirken Greifswald und Neubrandenburg kamen nicht zustande).Weiterhin wurde eine Internetseite für die AG Gedenkstätten in M-V durch Nils Köhler eingerichtet, die unter der Adresse www.gedenkstaetten-mv.de erreichbar ist.
Auf Anfrage der Landesregierung Brandenburgs erarbeitete der Sprecherrat eine Stellungnahme zum Entwurf des Konzeptes der Landesregierung zur Erinnerungskultur im Land Brandenburg. Das Konzept und die ersten Stellung nahmen sind unter der Adresse www.mwfk.brandenburg.de unter dem Punkt Gedenkstätten abrufbar.
Im Namen des Sprecherrates brachte Andreas Wagner erste Gedanken des Sprecherrates zum Verfahren der Entwicklung einer Landesgedenkstättenkonzeption gegenüber dem Direktor der LpB vor. Wir dringen auf hohe Transparenz des Verfahrens und die Einbeziehung der lokalen Einrichtungen und Initiativen.

In der anschließenden Diskussion bat Frau Tagsold (Dokzentrum Prora) um eine Information der Mitglieder über Maßnahmen des Sprecherrates auch zwischen den Jahresvollversammlungen. Diese Anregung wird zukünftig in die Arbeit aufgenommen.

TOP Entlastung des alten Sprecherrates

Aufgrund der Berichterstattung und der Diskussion wurde der alte Sprecherrat einstimmig entlastet.

TOP Neuwahl des Sprecherrates

Aus der Versammlung heraus wurden folgende Kandidaten für den neuen Sprecherrat vorgeschlagen:
Heike Müller (Dokzentrum Schwerin)
Ramona Ramsenthaler (Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin)
Nils Köhler (JBB Golm)
Rainer Stommer (EBB Alt Rehse)
Andreas Wagner (Politische Memoriale)

Die genannten Personen erklärten sich mit ihrer Kandidatur einverstanden. Anschließend erfolgte die Abstimmung über die Kandidaten. Heike Müller, Ramona Ramsenthaler, Nils Köhler und Andreas Wagner wurden mit 11 Ja-Stimmen und einer Stimmenenthaltung in den Sprecherrat gewählt. Rainer Stommer wurde in den Sprecherrat mit 10 Ja-Stimmen und zwei Stimmenenthaltungen in den Sprecherrat gewählt. Die gewählten Personen erklärten sich mit ihrer Wahl einverstanden.

TOP Aktivitäten für das neue Geschäftsjahr

Die Mitglieder der AG Gedenkstätten in M-V gaben dem Sprecherrat folgende Aufgaben mit auf dem Weg:Die Erfahrungen aus der bisherigen Praxis der Förderung der Gedenkstättenfahrten sollen schriftlich zusammengestellt und mit konkreten Verbesserungsvorschlägen der AG Gedenkstätten an den Bildungsminister gerichtet werden.Gemeinsam mit der LpB, dem Bildungsministerium drängen wir auf Gespräche mit den Verantwortlichen für die Förderbescheide in den Schulämtern, um auf die Entscheidungsspielräume zu verweisen und weitere Fortbildungen vorzubereiten.Der Sprecherrat wird sich aktiv in den Prozess der Entwicklung einer Landesgedenkstättenkonzeption einbringen und Aufgabenstellungen formulieren, die für die Bestandsaufnahme der Gedenkstättenarbeit aus unserer Sicht relevant sind.Der Sprecherrat wird die parallele Entwicklung der Konzeption für die beiden Dokzentren des Landes in Schwerin und Rostock beobachten und fachlich unterstützen, wenn das durch die betreffenden Mitglieder gewünscht wird.Über die Arbeitsergebnisse und erarbeiteten Papiere und Briefe werden die Mitglieder per Rundmail informiert.
Der nächste Runde Tisch "Gedenkstättenarbeit in M-V" mit einer Versammlung der Arbeitsgemeinschaft findet am 11. und 12. Oktober auf der Insel Rügen statt und ist dem Erinnerungsort Prora gewidmet. Am 11. und 12. Juni führen Politische Memoriale und die Gedenkstätte Wöbbelin ein Seminar zur Gedenkstättenarbeit mit Kindern der Grundschule und der 5. bis 7. Klasse in Wöbbelin durch. Zu beiden Veranstaltungen wird rechtzeitig eingeladen.



Rostock, 10. März 2009 Andreas Wagner
Protokollant


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