Protokolle

Protokoll der Gründungsversammlung der AG Gedenkstätten in Mecklenburg-Vorpommern am 3. März 2008 in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück

Teilnehmende:
Ute Augustat, HTI Peenemünde
Gabriele Behning, Krummes Haus/ Stadt Bützow
Angela Pupke, Krummes Haus/ Stadt Bützow
Rainer Stommer, EBB Alt Rehse
Knut Wiek, Ostsee-Grenzturm Kühlungsborn
Matthias Pfüller, Politische Memoriale
Heike Müller, Dokumentationszentrum Demmlerplatz Schwerin
Ramona Ramsenthaler, Mahn- und Gedenkstätte Wöbbelin
Katharina Rostock, Dokumentationszentrum Prora
Hannelore Rabe, Dokumentationszentrum Barth
Nils Köhler, Jugendbegegnungsstätte Golm

TOP 1

Die Anwesenden erklärten sich zur Gründungsversammlung der AG Gedenkstätten in M-V. Als erstes erfolgte die Diskussion der Richtlinien für die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in M-V, die allen Anwesenden bereits zugeschickt war. Folgende Änderungsanträge fanden eine mehrheitliche Zustimmung:Die Ergänzung des Begriffs „staatlichen Terrors“ mit dem Zusatz „und der Willkür“.Die Ersetzung der Formulierung „kommunistischen Herrschaft“ durch die Formulierung „der SMAD-Herrschaft und SED-HerrschaftIm Paragraph 2 (Mitgliedschaft) soll folgende Ergänzung eingefügt werden: Die großen, an das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern angrenzenden Gedenkstätten Ravensbrück, Sachsenhausen/Belower Wald und Neuengamme können Mitglied der Arbeitsgemeinschaft werden und verfügen über eine beratendes Stimmrecht. Ebenso können Einzelpersonen ohne Vertretung einer Gedenkstätte oder Erinnerungsinitiative die Mitgliedschaft erwerben, jedoch nur mit einem beratenden Stimmrecht.
In der veränderten Fassung fanden die Richtlinien die einhellige Zustimmung der anwesenden Gründungsmitglieder.

TOP 2

Zur Wahl eines Sprecherrates wurden vier Personen vorgeschlagen, die ihre Bereitschaft zur Übernahme dieser Funktion erklärten:
Heike Müller
Nils Köhler
Rainer Stommer
Andreas Wagner
Die Versammlung erklärte sich mit der Wahl von vier Mitgliedern des Sprecherrates einverstanden. Der Wahlvorschlag des vierköpfigen Sprecherrates fand die Zustimmung von sechs Anwesenden, fünf Personen enthielten sich der Stimme.

TOP 3

Dem Sprecherrat wurden folgende Aufgaben durch die Mitgliedervollversammlung mit auf den Weg gegeben:Der Sprecherrat soll sich bemühen, eine Veränderung der geplanten Förderung von Gedenkstättenfahrten dahingehend zu erreichen, dass die Förderung sich nicht nur auf Reisekosten beschränkt, sondern auch finanzielle Aufwendungen für die Durchführung der Projektarbeit in Gedenkstätten umfasst, und dass die Auswahl der Gedenkstätten nicht nur auf Opferorte beschränkt. Dazu werden das Kuratorium der LpB sowie der Bildungsausschuss und der Finanzausschuss des Landtages angesprochen. Mit dem Landestourismusverband M-V soll Kontakt aufgenommen werden, um Aktivitäten zur Einbeziehung von Gedenkstätten in touristische Konzepte zu unterstützen.Mit der AG „Junges Land für junge Leute“ soll über die Möglichkeit des Hinweises auf die Angebote der Gedenkstätten im Katalog zu den Jugendreisen gesprochen werden. Die Präsentation von guten Projekten der Gedenkstättenarbeit auf der Internetseite „Endstation rechts“ wird unterstützt und soll umgesetzt werden.

Schwerin, 4. März 2008



Versammlungsleiter: Andreas Wagner


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